Historisch: Private Mondmission erhält erstmals Erlaubnis; Start 2017
Vor fast zehn Jahren hatte Google unter der Überschrift
Lunar X-Prize ein Preisgeld von 30 Mio. Dollar für das erste Unternehmen ausgerufen, das eine unbemannte Raumfahrtmission zum Mond durchführt. Das Start-up Moon Express ist diesem Ziel jetzt ein großes Stück nähergekommen.
Offiziell erlaubt
Private Mondmissionen rücken ein gutes Stück vom Planspiel Richtung Realität : So könnte man die aktuelle
Pressemitteilung des 2010 zu diesem Zweck gegründeten Unternehmens Moon Express zusammenfassen. Demnach hat das Unternehmen als "erstes in der Geschichte der Menschheit" von der US-Regierung die Erlaubnis erhalten, eine Mission außerhalb des Erdorbits durchzuführen und 2017 mit einer Sonde auf dem Mond zu landen.
Der "historischen Entscheidung" waren laut Moon Express intensive Verhandlungen mit dem Weißen Haus, dem Außenministerium, der NASA und der US-Luftaufsichtsbehörde FAA vorausgegangen. Wie heise berichtet, hatte die FAA bereits im Juni eine Erlaubnis für die geplante Nutzlast erteilt, da man durch die private Weltraum-Mission weder die öffentliche Sicherheit, außenpolitische noch andere Interessen der Vereinigten Staaten gefährdet sah.
Google Lunar XPrize
Ihre Entscheidungsgewalt wird nach Ansicht der US-Regierung und der beteiligten Behörden in diesem Fall durch den 1967 geschlossenen Weltraumvertrag gewährt. Der definiert für die Unterzeichnerstaaten, dass die Regulierung von Missionen privater Weltraumunternehmen in die Zuständigkeit der Staaten fällt, in denen diese Unternehmen ihren Sitz haben.
Grünes Licht für Mondmission
Moon Express war 2010 in Mountain View, Kalifornien, mit dem Ziel gegründet worden, den von Google ausgerufenen Lunar X-Prize zu gewinnen. Langfristig will man bei der Erschließung von Ressourcen auf dem Mond durch private Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen. Für das Preisgeld von Google muss das Unternehmen bei seiner Mission im nächsten Jahr nicht nur eine Sonde erfolgreich auf dem Erdtrabanten landen, sondern diese mindestens 500 Meter über die Oberfläche bewegen und Bilder und Videos zur Erde zurücksenden. Laut den ehrgeizigen Zielsetzungen des Unternehmens sollen dann schon in wenigen Jahren "wertvolle Ressourcen, Mineralien und Mondgestein" zur Erde zurückgebracht werden.
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